Am 23. Juni 2025 fand ein äußerst inspirierender Studienbesuch im Energiekomplex ZE PAK in Konin statt. Ziel des Besuchs war es, sich mit dem Verlauf der Energiewende bei ZE PAK, einschließlich der Revitalisierung der Braunkohletagebaue und Investitionen in erneuerbare Energiequellen, vertraut zu machen. Dank der Organisation durch die INSTRAT-Stiftung und der Führung von Paweł Szadek, dem Direktor der Abteilung für Umweltschutz bei ZE PAK, zusammen mit seinem Team, war es möglich, die praktische Umsetzung der Energiewende aus nächster Nähe zu betrachten.

Während des Besuchs wurde der gesamte Prozess der Rekultivierung präsentiert. Der Besuch begann mit der Besichtigung des noch aktiven Tagebaus Tomisławice, der zur Stilllegung vorgesehen ist. Anschließend wurde das Grubengebiet Jóźwin II besucht, das gerade gefüllt wird, und schließlich wurde ein rekultivierter Tagebau besichtigt. Jeder dieser Schritte zeigte, wie ZE PAK seine Gebiete in Flächen mit neuer Bestimmung umwandelt, was für die Zukunft der Region entscheidend ist.

Das Programm des Besuchs umfasste auch Präsentationen der Dekarbonisierungsstrategie von ZE PAK und der Investitionspläne bis 2030. Besichtigt wurden stillgelegte Gruben, die mit Wasser gefüllt und in Freizeit- und Baugebiete umgewandelt werden. Besonders beeindruckend war der Besuch bei der Schaufelradbagger „Dolores“, die heute ein Denkmal der industriellen Tradition der Region darstellt.

Einer der wichtigsten Punkte des Besuchs war die Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff sowie das Kraftwerk Konin, das auf Biomasseverbrennung umgestellt wurde. Treffen mit Vertretern der Geschäftsführung und der Abteilung für Energiewende ermöglichten Diskussionen über soziale Herausforderungen wie die Umschulung von Arbeitnehmern und eine gerechte Transformation.

Während des Besuchs wurde die Bedeutung der Veränderungen und die Notwendigkeit des Dialogs mit der lokalen Gemeinschaft hervorgehoben. Pläne für die entstehenden Wasserreservoirs und deren zukünftige Funktion sowie Investitionen in Photovoltaik und Windkraftanlagen weckten besonderes Interesse.

Die Energiewende bringt auch Herausforderungen mit sich. Soziale und arbeitsrechtliche Aspekte wie Entlassungen, Restrukturierungen und die Notwendigkeit der Umschulung von Arbeitnehmern sind wichtige Themen. Wirtschaftliche Herausforderungen umfassen den Rückgang der Einnahmen und Steueraufkommen sowie hohe Investitionskosten in neue Technologien. Politische Herausforderungen bestehen in dem Fehlen einer einheitlichen staatlichen Politik zur Unterstützung einer gerechten Transformation.

Zusammenfassend war der Besuch bei ZE PAK lehrreich und inspirierend. Die Energiewende in der Praxis ist ein komplexer, aber notwendiger Prozess für die Zukunft unseres Planeten und der lokalen Gemeinschaften. Dank an die INSTRAT-Stiftung und Michał Hetmański sowie allen Beteiligten für die Möglichkeit, an diesem interessanten Ereignis teilzunehmen. Besonderer Dank gilt dem Polnischen Grünen Netzwerk (Polska Zielona Sieć) für die Organisation des Treffens in Konin, die Unterstützung und die Ermöglichung der Teilnahme.