Am 5. Dezember 2025 fand im Interdisziplinären Zentrum für transformativen Stadtumbau (IZS) der dritte TriLand-Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unter der Leitung von Markus Will statt. Die Teilnehmenden diskutierten Transformationsprozesse im Dreiländereck sowie methodische und strukturelle Aspekte regionaler Veränderungsprozesse.

Vermittelt wurden zentrale Grundlagen der Nachhaltigkeitsforschung, mit Betonung präziser Sprache (Bezug auf Harry Frankfurts „On Bullshit”). Nachhaltigkeit wurde als „wicked problem“ vorgestellt, im Klimakontext als „super wicked problem“: sich schnell schließende Handlungsfenster, Überschneidung von Verursachern und Problemlösenden, Vorrang kurzfristiger Interessen.

Als theoretisches Fundament für Leitbilder wurde Kants regulative Idee besprochen sowie zentrale Nachhaltigkeitsframes: Leben im Einklang mit der Umwelt, ressourcenorientiertes Management, Wachstumsgrenzen, Entwicklung und Gerechtigkeit (gemäß der Brundtland-Definition – Bedürfnisbefriedigung der Gegenwart ohne die Handlungsspielräume zukünftiger Generationen zu gefährden).

Vorgestellt wurden Ansätze von Effizienz und Techno-Fix bis zu Wachstumskritik (Limits to Growth, Suffizienz, Degrowth, postkapitalistische Perspektiven). Hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung von Care-Arbeit für die soziale Dimension der Nachhaltigkeit.

Fazit: Nachhaltige Entwicklung erfordert analytische Klarheit, klare Orientierung und die Berücksichtigung ethischer Normen – sie ist nicht nur ein technisches oder ökonomisches Ziel, sondern eine Verantwortung gegenüber Gegenwart und Zukunft. „All you need is love – and the washing machine.”

Wir danken allen Teilnehmenden und laden zum nächsten Workshop am 15. Januar 2026 in Görlitz ein.

Autor: MJ