Polnische Vertretung mit Projekten zur Energiewende und Bewusstseinsänderung in Transformationsfragen:

Am 3. und 4. Juni 2025 fand in Ústí nad Labem (Tschechien) das internationale Ereignis H2 Forum UK statt – eines der wichtigsten Treffen der Wasserstoffbranche in der Region Mittel- und Osteuropa. Das Forum versammelte Experten, Entscheidungsträger, Vertreter von Kommunen, Hochschulen und der Industrie, um gemeinsam über die Zukunft der auf Wasserstoff basierenden Energie zu diskutieren. Unter den eingeladenen Rednern war Joanna Tokarczuk – Präsidentin des Vereins zur Förderung der Energieinnovationen (STORIE), die zwei strategische Projekte vorstellte, die vom Verein umgesetzt werden: das Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub (H2VE) und TriLand – grenzüberschreitendes Transformationszentrum.

Bildung als Schlüssel zur Zukunft: Projekt H2VE

Das erste von Joanna Tokarczuk vorgestellte Projekt war das „Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub“ (H2VE) – eine internationale Bildungsinitiative, die von der Europäischen Kommission im Rahmen des Erasmus+ Programms mitfinanziert wird (Budget: über 3,1 Millionen Euro). Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung beruflicher Kompetenzen, die für den Wasserstoffsektor erforderlich sind, und wird in sechs Ländern durchgeführt: Polen, Deutschland, Italien, Griechenland, Lettland und Ghana.

H2VE sieht die Schaffung von Zentren für Berufliche Exzellenz (Centres of Vocational Excellence – CoVE) vor, die durch moderne Lehrpläne, digitale Bildungswerkzeuge und die Zusammenarbeit mit der Industrie Schüler, Studenten, Arbeitnehmer und Fachkräfte auf die Anforderungen der modernen Wasserstoffwirtschaft vorbereiten werden.

Polnische Partner des Projekts sind: die Jan-Wyżykowski-Universität, die Firma Innovation AG und der Verein zur Förderung der Energieinnovationen. Joanna Tokarczuk betonte während der Präsentation, dass der Schlüssel zur Entwicklung einer modernen Wirtschaft – regionaler Innovationszentren – nicht nur die Infrastruktur ist, sondern vor allem Menschen mit den richtigen Qualifikationen. Das H2VE-Projekt stellt sich dieser Herausforderung, indem es Bildung und Industrie in einem integrierten Modell vereint.

TriLand – Energiewende an der Grenze

Das zweite Projekt, das während der Veranstaltung vorgestellt wurde, war die Initiative TriLand – das grenzüberschreitende Transformationszentrum, das sich an die deutsch-polnische Grenzregion richtet. TriLand zielt darauf ab, eine gerechte Energiewende in Gebieten zu unterstützen, die von den Auswirkungen des Kohleausstiegs betroffen sind.

Das Projekt schafft eine gemeinsame Kooperationsplattform, die Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Entwicklung, technologischer Innovationen und der Revitalisierung postindustrieller Regionen integriert. Joanna Tokarczuk betonte, dass Grenzregionen Modellbeispiele für eine grüne Transformation werden können, die auf transnationaler Zusammenarbeit und dem Aufbau einer neuen wirtschaftlichen Identität basieren – unter Wahrung von Arbeitsplätzen und sozialem Zusammenhalt.

TriLand unterstützt auch die Entwicklung von Kompetenzen lokaler Gemeinschaften, insbesondere von Jugendlichen und Industriearbeitern, indem es ihnen die Teilnahme an einer modernen, emissionsarmen Wirtschaft ermöglicht.

Polen als aktiver Teilnehmer der europäischen Transformation

Die Teilnahme von STORIE am H2 Forum UK bestätigt, dass Polen ein aktiver Partner europäischer Initiativen im Bereich der Energiewende und der Innovationsentwicklung ist. Die Präsentation beider Projekte stieß auf großes Interesse bei den Forumsteilnehmern, insbesondere im Hinblick auf die Synergien zwischen Bildung, Technologie und lokaler wirtschaftlicher Entwicklung.

Der Auftritt zeigte, dass die Energiewende nicht ohne Investitionen in Menschen – ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Zusammenarbeit – erfolgen kann. Projekte wie H2VE und TriLand sind der Beweis, dass eine moderne Wirtschaft, die auf Wasserstoff und grünen Technologien basiert, nicht nur innovativ, sondern auch gerecht und nachhaltig sein kann.

Autor: Joanna Tokarczuk