Dokument stellt einen umfassenden Plan zur Revitalisierung der ehemaligen Steinkohlenmine „Saturn“ in Czeladź vor (Schlesien), der mit Unterstützung des Instruments für technische Unterstützung der EU umgesetzt wird. Ziel des Projekts ist die Umwandlung der postindustriellen Flächen in einen grünen Erholungsraum, der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht wird (S. 1).

Das rund 12,3 Hektar große Gebiet liegt in Czeladź im Landkreis Będzin, teilweise auf dem Gebiet von Sosnowiec. Es umfasst eine Abraumhalde und ist nicht von Überschwemmungen bedroht. Eigentümer der Flächen sind der Staatsschatz (SRK) sowie die Stadt Sosnowiec.

Das Gelände ist derzeit ungenutzt, vermüllt und stark bewachsen. In seinem aktuellen Zustand weist es ein geringes Investitionspotenzial auf; es erfordert die Entfernung von Bäumen, eine Geländeregulierung sowie den Aufbau grundlegender Infrastruktur, um zu einem realen wirtschaftlichen Potenzial zu werden. Gleichzeitig deutet die Nähe zu Wohnbebauung auf das Potenzial für eine wohnbauliche Nutzung hin (S. 2). Zu den Stärken zählen die Lage in einem Wohngebiet sowie die Nähe zu historischen Objekten und Grünflächen. Schwächen sind das Fehlen eines kohärenten Nutzungskonzepts und eine komplexe Eigentumsstruktur. Chancen ergeben sich unter anderem aus der Möglichkeit der Flächenübertragung durch die SRK an Gemeinden sowie aus dem Zugang zu Fördermitteln für die Umnutzung postindustrieller Areale. Zu den Risiken gehören konkurrierende Nutzungsvorschläge von Investoren und frühere Fälle der Selbstentzündung der Halde.

Bis 2030 ist das Hauptziel die Schaffung eines grünen Erholungsraums unter der Federführung der Stadt Czeladź. Das Projekt befindet sich in einem frühen Stadium; zu den potenziellen Partnern zählen die Städte Czeladź und Sosnowiec, der GZM sowie die SRK. Das Vorhaben steht im Einklang mit strategischen Dokumenten, darunter der Entwicklungsstrategie Czeladź 2024–2030 (S. 3).

Das Projekt soll den Zugang zu Grünflächen insbesondere für die Bewohner des Stadtteils Piaski in Czeladź verbessern und entspricht den Leitlinien zur Anpassung an den Klimawandel. Unmittelbare Nutznießer werden die Einwohner von Czeladź und Sosnowiec sowie die künftigen Nutzer der geplanten GZM-Velostrada sein (S. 3).

Der Maßnahmenplan umfasst: die Übernahme von Flächen von der SRK, den Abschluss von Vereinbarungen mit Sosnowiec, die Durchführung einer Bestandsaufnahme des Geländes sowie die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts. Die Finanzierung ist aus dem Fonds für einen gerechten Wandel, den Europäischen Fonds für Schlesien 2021–2027 sowie aus lokalen Haushalten vorgesehen (S. 3, 6).

Insgesamt entsteht ein kohärenter, detaillierter Plan zur Umwandlung des ehemaligen Bergbauareals in eine wertvolle Ressource für die lokale Gemeinschaft, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte vereint und auf strategischer Planung sowie partnerschaftlicher Zusammenarbeit beruht.

Autor: MJ