Vielen Dank für die Möglichkeit, an der Sitzung zu den sozialwirtschaftlichen Kontexten der Energiewende während des Kongresses für Dezentrale Energie in Krakau teilzunehmen. Die Diskussion zeigte, wie wichtig es ist, neben technologischen und wirtschaftlichen Aspekten auch die gesellschaftliche Dimension zu berücksichtigen. Die Aussagen der Panelistinnen und Panelisten machten deutlich, dass eine Energiewende ohne Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins und ohne Zugang zu angemessenen Daten schlichtweg unmöglich ist. Es war ein wertvolles und inspirierendes Gespräch – wir danken für die gute Diskussion und die professionelle Moderation.

Wie kann eine gerechte Energiewende sich in realen wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen niederschlagen und wie lassen sich diese Effekte unter polnischen Bedingungen messen? Die Sitzung D2 „Sozialwirtschaftliche Kontexte der dezentralen Energiewirtschaft“ fand am 18. September unter der Schirmherrschaft des Projekts Observatorium der Energietransformation statt. Trotz bestehender Definitionsunterschiede wird der Begriff der „gerechten Energiewende“ als ein Prozess des Wandels der Technologien zur Erzeugung und Nutzung verschiedener Energieformen verstanden, der die Aufrechterhaltung des umfassend verstandenen Wohlbefindens der Bürgerinnen und Bürger auf einem zufriedenstellenden Niveau gewährleistet. Ein Schlüsselelement der gerechten Energiewende ist daher die Maximierung positiver sozialwirtschaftlicher Effekte, die Investitionen in die Energiewende begleiten. Allerdings mangelt es aufgrund fehlender wirtschaftlich-technologischer Daten derzeit an verlässlichen Schätzungen dieser Effekte.

Im Rahmen der Sitzung wurden die Ergebnisse des OTE-Projekts zur Methodik der Gewinnung einzigartiger Daten und zur Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen vorgestellt, die sich auf die Messung der makroökonomischen Effekte der Energiewende in Polen konzentrieren und den Auftakt zur Podiumsdiskussion über die praktische Nutzung der präsentierten Ergebnisse bildeten. Moderator war Łukasz Lach (IAESTE, AGH – Technische Universität Krakau). An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Mariusz Dzikuć, Direktor für Strategie und Entwicklung bei Fortum; Marek Gorgoń, Prorektor für Wissenschaft an der AGH in Krakau; Krzysztof Jakobik von der Wirtschaftsuniversität Krakau; Marek Motyl, Geschäftsführer von Sunly Polska; Wojciech Tabiś, Vorstandsvorsitzender der Energiemarktagentur S.A.; Joanna Tokarczuk, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Energieinnovationsentwicklung storie.pl; sowie Tomasz Zjawiony, Präsident der Regionalen Wirtschaftskammer in Kattowitz.

Autor: BS