Im Jahr 2025 gab es in der EU eine wichtige Veränderung im Stromsektor. Erstmals lieferten Wind und Sonne mehr Strom als fossile Brennstoffe. Ihr Anteil an der Stromerzeugung betrug 30 %, fünf Jahre zuvor waren es 20 %.
In der Hälfte der EU-Länder übertraf Strom aus Wind und Sonne die fossilen Brennstoffe. In Schweden, Dänemark, Luxemburg, Litauen und Finnland sind erneuerbare Quellen die wichtigste Form der Stromerzeugung. Am stärksten wuchs die Solarenergie: Sie steuerte 2025 zusätzliche 62 TWh zur Produktion bei.
In jedem EU-Land ist ein Zuwachs der Solarenergie zu beobachten (dies zeigt der Vergleich der Jahre 2024 und 2025). Insgesamt lieferten erneuerbare Energien fast die Hälfte des Stroms in der EU: im Durchschnitt 47,7 % im Jahr 2025.
Trotzdem blieb Erdgas wichtig, und es wurde mehr Strom daraus erzeugt als 2024. Dadurch stiegen die Kosten für Gasimporte – auf 32 Mrd. Euro. Der Kohleanteil sank fast überall auf 5 % oder weniger, und in einigen Ländern verschwand Kohle vollständig aus der Erzeugung.
Die Großhandelsstrompreise in Deutschland und Spanien lagen niedriger als im Vorjahr, vor allem dank der höheren Solarstromproduktion. Die EU erhöht auch die Batteriekapazität, besonders dort, wo es viel Wind und Sonne, aber wenig Energiespeicher gibt.
In Italien wächst die Rolle der Batteriespeicher und könnte sich dem annähern, was in Kalifornien zu beobachten ist (dort stieg der Anteil der Batterien an der Deckung der Nachfrage von 3 % im Jahr 2021 auf 22 % im Jahr 2025). Im Jahr 2025 deckten Batterien in Italien etwa 3 % der Nachfrage in den Spitzenstunden.
Weitere Informationen und genaue Daten finden sich auf der Website von Ember.
Autor: MJ
Quelle: 1.