Am 4. September 2026 fand im Städtischen Kulturhaus in Zgorzelec die Sitzung des Transformationskomitees der Region Turów statt, als Fortführung regionaler Dialogformate zur Energietransformation des Grenzraums. Organisiert wurde das Treffen vom Verband zur Entwicklung von Energieinnovationen (STORIE) in Zusammenarbeit mit Forum Energii. Schwerpunkte der Beratungen waren die Perspektiven des Turów-Komplexes, die Finanzierung des Strukturwandels, die Ansiedlung neuer Industriezweige sowie die Koordinierung von Entwicklungsplänen für die Landkreise Zgorzelec und Lubań.
Die Sitzung wurde vom Komiteevorsitzenden Rafał Gronicz eröffnet, der auf die notwendige Abstimmung zwischen Kommunen, regionalen Institutionen und Sozialpartnern bei der Anpassung der lokalen Wirtschaft an die Transformationsbedingungen hinwies. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Vorstellung des Berichts von Forum Energii unter dem Titel „Die Illusion 2044. Die gesellschaftliche Wahrheit über die Zukunft von Turów“. Magdalena Chawuła, Direktorin des Programms Menschen, Städte, Regionen bei Forum Energii, erläuterte die im Dokument enthaltenen makroökonomischen und demografischen Indikatoren sowie die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Erhebungen unter Einwohnern, Belegschaft und lokalen Entscheidungsträgern.
Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung für Infrastrukturinvestitionen legte Michał Hetmański, Vorstandsvorsitzender der Fundacja Instrat, dar, wobei er das Verfahren zur Aktivierung von Mitteln aus dem Modernisierungsfonds (einem EU-Instrument aus den Erlösen des CO2-Zertifikatehandels) aufzeigte. Joanna Tokarczuk, Vorstandsvorsitzende von STORIE, berichtete über den Arbeitsstand am Strategiedokument TARGET, das mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank erstellt wird und Wege zur wirtschaftlichen Diversifizierung (Verringerung der Abhängigkeit des Arbeitsmarktes von der Kohle-Monostruktur) definiert.
Perspektiven der Reindustrialisierung der Region analysierte Katarzyna Smętek, Projektleiterin Gerechter Übergang bei Forum Energii, anhand verfügbarer Gewerbeflächen für Produktion, Logistik und Lagerhaltung. Justyna Lasak vom Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien stellte Finanzierungsinstrumente und Vergabekriterien regionaler Fördermittel für industrielle Restrukturierungsgebiete vor. Den Abschluss bildete eine Debatte von Kommunalvertretern und Experten über den gemeinsamen Maßnahmenzeitplan der kommenden Monate.
Autor: MJ










