Am 23. April 2025 fand eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses und der Entwicklung des Sejm der Republik Polen statt, bei der wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Einstellung des Braunkohleabbaus durch die Mine Turów und den Plänen zur Unterstützung der Energiewende in der Region des Turoszowski-Beutels erörtert wurden. Jacek Kaczorowski, der Vorsitzende der PGE Górnictwo Energetyka Konwencjonalna, präsentierte die Perspektive der PGE zur Zukunft der Energie in Polen und betonte die Bedeutung der optimalen Nutzung von Ressourcen sowie die Notwendigkeit einer reibungslosen Energiewende.
Wichtige Punkte und Perspektive der PGE
Jacek Kaczorowski begann seine Rede mit der Betonung der Bedeutung der optimalen Nutzung der Ressourcen, über die die PGE verfügt. Er wies auf die Notwendigkeit einer rationalen Lagerstättenbewirtschaftung hin, was nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern auch ein strategisches Ziel des Unternehmens ist. Im Kontext der Minen Turów und Bełchatów plant die PGE, die verfügbaren Braunkohlereserven bis zum Auslaufen der Konzessionen maximal zu nutzen, was voraussichtlich 2044 bzw. 2038 geschehen wird.
Pläne zur Energiewende
Der Vorsitzende der PGE stellte ambitionierte Pläne zur Energiewende vor, die die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Photovoltaikanlagen sowie Pumpspeicherkraftwerke umfassen. Im Falle von Turów erwägt die PGE den Bau eines Gaskraftwerks mit einer Leistung von 400 Megawatt, was den ersten Schritt der Transformation darstellen soll.
Kaczorowski betonte auch die potenzielle Rolle von kleinen modularen Reaktoren (SMR) und der Kernenergie in der Zukunft der PGE. Obwohl sich SMR-Projekte derzeit in der Entwicklungsphase befinden und eine Zertifizierung erfordern, sieht die PGE in ihnen eine zukunftsweisende Lösung für Turów nach 2044. Für Bełchatów ist die Implementierung eines groß angelegten Projekts der Klasse 3 Gigawatt geplant, das in Zukunft durch SMRs ergänzt werden könnte.
Strategie für Bełchatów und Turów
Im Hinblick auf den Zeitplan für die Abschaltung der Einheiten betonte Kaczorowski, dass in Bełchatów alle Einheiten bis 2035 oder 2038, je nach Systembedarf, abgeschaltet werden. In Turów werden bis 2030 alle Einheiten in Betrieb sein und anschließend schrittweise abgeschaltet werden. Die PGE plant, die Bemühungen zur Entwicklung erneuerbarer Energiequellen an beiden Standorten zu intensivieren. Die Einführung von Wind- und Photovoltaikanlagen zielt nicht nur auf ein energetisches Gleichgewicht der Region ab, sondern soll auch die lokalen Gemeinschaften im Transformationsprozess unterstützen.
Herausforderungen und Bedürfnisse der Transformation
Kaczorowski betonte, dass die zentrale Herausforderung darin besteht, die Transformation auf eine reibungslose und evolutionäre Weise durchzuführen, um die optimale Nutzung natürlicher, materieller und menschlicher Ressourcen zu ermöglichen. Er wies auf die negativen Folgen revolutionärer Veränderungen hin, die zu demografischen Problemen führen könnten, wie es in Wałbrzych der Fall war.
Der Vorsitzende der PGE stellte klar, dass die für die Transformation vorgesehenen Mittel nicht direkt an das Unternehmen gerichtet sind, sondern darauf abzielen, die lokalen Gemeinschaften im Transformationsprozess zu unterstützen. Diese Mittel sollen für kommunale Bedürfnisse, den Arbeitsmarkt, die Ausbildung und die Umschulung der Einwohner der Region verwendet werden.
Die vollständige Aufzeichnung der Sitzung des Wirtschaftsausschusses und der Entwicklung ist unter folgendem Link verfügbar: https://sejm.gov.pl/sejm10.nsf/transmisje_arch.xsp?unid=E088679C757F3845C1258C67003C8B0F