Die Polnischen Übertragungsnetzbetreiber (Polskie Sieci Elektroenergetyczne, PSE) haben am 30. Dezember 2025 die technische Bereitschaft der Übertragungsinfrastruktur zur Aufnahme von Leistung aus den ersten Offshore-Windparks in der Ostsee bestätigt. Die neue Umspannanlage Choczewo, die erweiterte Umspannanlage Żarnowiec sowie die 400-kV-Leitung zwischen diesen Punkten haben Spannungstests bestanden. Der PSE-Vizepräsident für Investitionsrealisierung, Włodzimierz Mucha, teilte mit, dass das Geräteset für den Betrieb mit Energie aus den im Bau befindlichen Offshore-Windparks vorbereitet ist.

Die Vorbereitungen in Pommern laufen seit 2019. Auf der Umspannanlage Choczewo hat das Konsortium SPIE Energy Poland und Elfeko vor Weihnachten Tests der Primär- und Sekundärtechnik durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigten die Betriebsbereitschaft der Anlage zur Leistungsaufnahme. Auf der 400-kV-Leitung Choczewo–Żarnowiec hat die Firma ElbudBis die Montage der Phasen- und Erdseile abgeschlossen und Messungen durchgeführt, die die Möglichkeit der Spannungszuführung bestätigten. In der Umspannanlage Żarnowiec hat die Gesellschaft PSE Inwestycje zwei neue Felder an die Sammelschienen angeschlossen und Spannungstests vorgenommen, um die Anlage auf die Aufnahme der 400-kV-Leitung aus Choczewo vorzubereiten. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten und der Erteilung der Betriebsgenehmigungen arbeitet die Infrastruktur im Probebetrieb.

PSE setzt im Norden des Landes ein Programm um, das den Bau zweier Umspannanlagen sowie von über 250 km Höchstspannungsleitungen umfasst, zusammen mit der Modernisierung des bestehenden Netzes. In Planung sind weitere Umspannanlagen und Leitungen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Systems für das zukünftige Kernkraftwerk in der Region. PSE verwaltet als Übertragungsnetzbetreiber Leitungen mit 400 kV und 220 kV mit einer Gesamtlänge von über 16.000 km sowie 110 Umspannanlagen. Die angekündigte Bereitschaft bedeutet abgeschlossene Tests der erforderlichen Komponenten und den Übergang in die Phase des Probebetriebs vor der Aufnahme der Energieübertragung aus der Ostsee.

Quelle: 1.

Autor: MJ