Am 3. Dezember 2025 fand in Warschau das 3. Deutsch-Polnische Forum für Energiewende statt, das zentrale Stakeholder aus Deutschland und Polen zusammenbrachte, um Herausforderungen und Chancen der Energiewende in Europa zu erörtern. Der Verein zur Entwicklung energetischer Innovationen wurde durch die Vorsitzende Joanna Tokarczuk und Dr. Marek Jaskólski vertreten.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Deutsch-Polnischen Energieplattform organisiert, die im Auftrag des Auswärtigen Amts von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Zusammenarbeit mit der Polnischen Nationalen Energieeinsparagentur (KAPE) umgesetzt wird.

Das Forum fand im Centralny Dom Technologii in Warschau statt und begann mit Grußworten von Jacek Kostrzewa, Präsident und CEO von KAPE, sowie Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin der dena. Anschließend hielten Krzysztof Bolesta, Staatssekretär im Ministerium für Klima und Umwelt der Republik Polen, und Marcus Hicken, Director for Energy Diplomacy, Climate and Security im Auswärtigen Amt, ihre Ansprachen.

Krzysztof Bolesta gab eine nüchterne Einschätzung der aktuellen Energiesituation und betonte die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen der Energiewende von klimatischen auf wirtschaftliche Faktoren umzustellen. Er verwies zudem auf die Notwendigkeit, die Politik an die wirtschaftlichen Realitäten anzupassen – ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung des Energiesektors und die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.

Einer der interessantesten Punkte des Forums war die Darstellung der Zusammenarbeit der Netzbetreiber aus Deutschland und Polen, erläutert von Olivier Feix von 50Hertz und Leszek Jesień von PSE. Das Panel zum EU Clean Industrial Deal konzentrierte sich auf die Dekarbonisierung der Industrie und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Besonderes Augenmerk galt den Fördermechanismen für energieintensive Industrien in Deutschland sowie dem Fehlen vergleichbarer Fonds in Polen. In der Diskussion wurden auch Fragen der Fairness solcher Lösungen behandelt, die in der Europäischen Union – insbesondere mit Blick auf den Wettbewerb mit China – kritisch gesehen werden. Die Panelisten, darunter Kamil Laskowski von Instrat und Dr. Yannik Sparrer vom Deutschen Stahlverband, hoben hervor, dass das Fehlen gleichwertiger Fonds in Polen zu Ungleichheiten in der industriellen Entwicklung zwischen den EU-Mitgliedstaaten führen könne.

Im Panel zur bilateralen Zusammenarbeit stellten Sacha Caron von den Stadtwerken Görlitz und Jörn-Erik Mantz von E.ON Energy Infrastructure Solutions Polska ihre Erfahrungen aus grenzüberschreitenden Projekten vor.

Den Abschluss der Konferenz bildete ein Panel zur Sicherheit der Offshore-Infrastruktur in der Ostsee, an dem unter anderem Jan Janik von Siemens Energy und Czesław Juźwik von ORLEN S.A. teilnahmen.

Vielen Dank für die Einladung.

Autor: MJ

Paneliści forum, wypowiada się Sascha Caron / Podiumsteilnehmer, Sascha Caron äußert sich