Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts TriLand fand am 15. Januar 2026 im IZS Görlitz der fünfte Multiplikatoren-Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene“ statt. Unter der Leitung von Markus Will diskutierten Fachakteurinnen und -akteure aus Verwaltung, Bildung und Praxis, wie Nachhaltigkeit regional verstanden, gestaltet und bewertet werden kann.
Ausgangspunkt des Workshops bildeten die Sustainable Development Goals (SDGs) mit ihren 17 gleichberechtigten Zielen. Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit häufig kein eindeutig messbarer Zustand ist, sondern ein komplexer Orientierungsrahmen, der auf kommunaler Ebene mit Zielkonflikten und Schwierigkeiten bei der Operationalisierbarkeit von Indikatoren verbunden ist.
Zwei Übungen – zwei Perspektiven
Der Workshop war zweistufig aufgebaut. In der ersten Übung betrachteten die Teilnehmenden Nachhaltigkeit im regionalen Kontext. In einer offenen Assoziationsrunde wurden Stärken wie enge soziale Netzwerke und kurze Wege benannt, zugleich aber auch strukturelle Herausforderungen thematisiert, darunter fehlende Rollenklarheit, unterschiedliche Interessenlagen, begrenzte Handlungsspielräume sowie ein oftmals unzureichend berücksichtigter grenzüberschreitender Kontext. Deutlich wurde, dass nachhaltige Entwicklung im trinationalen Raum nicht isoliert gedacht werden kann, sondern abgestimmte Perspektiven über Verwaltungs- und Ländergrenzen hinweg erfordert.
In der zweiten Übung sollte die Nachhaltigkeit des Landkreises anhand der SDGs bewertet werden.
Als zentrales Ergebnis zeigte sich, dass die Perspektive der Betrachtung eine entscheidende Rolle spielt. Nachhaltigkeit lässt sich auf kommunaler Ebene nur begrenzt objektiv messen und bei der Bewertung sind neben der subjektiven Auslegungen sind Unterschiede zwiswchen Metaebene und konkreten Projekten sowie zwischen Einflussmöglichkeiten und Verantwortungsbereichen bei Mikro- und Makrolokalität zu beachten. Gleichsam
fungieren Nachhaltigkeitsbewertungen wie beim SDG-Portal der Bertelsmannstiftung jedoch als wichtiger Wegweiser für langfristiges und verantwortungsvolles Handeln.
Autor: AP


