Was wird mit den Menschen geschehen, wenn das Kraftwerk und die Mine Turów geschlossen werden? Das ist kein Thema großer Konferenzen, sondern betrifft Hunderte, ja sogar Tausende von Familien.

Im Juli 2025 beschlossen vier Schüler der Berufs- und Oberschule (ZSZiL) – Ryszard, Natalia, Paweł und Michał aus der Klasse für erneuerbare Energien (OZE) –, während eines Praktikums im Rahmen des Projekts „Die Karriere der Fachkräfte in unseren Händen“ beim Verein zur Entwicklung energetischer Innovation, diese Frage laut zu stellen. Statt vorbeizugehen, nahmen sie Kamera und Notizbuch und gingen ins Feld.

Das war kein Projekt „für die Öffentlichkeit“. Die Jugendlichen sammelten die Informationen selbst, sprachen mit Beschäftigten der Mine und des Kraftwerks, berieten über Ideen und wählten die Drehorte. Ihnen ging es um zwei Dinge: Gründlichkeit und Reichweite. Einerseits zu verstehen, was die Stilllegung des Komplexes für die Region tatsächlich bedeutet. Andererseits zu zeigen, dass Sorge um das Klima die Sorge um die Menschen nicht ausschließt. Denn in dieser Geschichte geht es nicht um abstrakte Kennzahlen, sondern um Eltern, Onkel und Tanten, Nachbarn.

In dem kurzen Beitrag, den sie vorbereitet haben, gibt es keinen Pathos, dafür Konkretes und Neugier. Man hört Fragen, die viele von uns im Kopf tragen: Wie lässt sich die Notwendigkeit von Veränderungen mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen vereinbaren? Wie spricht man über Transformation, damit niemand zurückbleibt? Und was können wir schon heute, hier vor Ort, tun?

Wenn dich die Zukunft von Turów, der Region und der Arbeit im Zeitalter der Energiewende interessiert – nimm dir ein paar Minuten und sieh dir ihren Beitrag an. Das ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Diskussionen und Aktionen.

Wir drücken Ryszard, Natalia, Paweł und Michał die Daumen – für den Mut, Fragen zu stellen, und für die Arbeit an der Basis. So entsteht Verantwortung für gemeinsame Angelegenheiten.