Das „Handbuch zur Einbindung von Stakeholdern im Subregion Turów in der Woiwodschaft Niederschlesien“ wurde im Rahmen eines Projekts erstellt, das mit Unterstützung des Instruments für technische Unterstützung (TSI) der Generaldirektion für Unterstützung von Strukturreformen (SG REFORM) unter dem Titel „Unterstützung der Umsetzung des gerechten Übergangs in Polen“ durchgeführt wurde. Das Projekt wurde vom Ministerium für Fonds und Regionalpolitik sowie vom Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien beauftragt. Ziel des Dokuments ist es, den Prozess der Stakeholdereinbindung im Kontext des gerechten Übergangs in der Subregion Turów zu unterstützen, die die Landkreise Zgorzelec und Lubań in der Woiwodschaft Niederschlesien umfasst.
Projektkalender zur Stakeholdereinbindung in der Subregion Turów:
• In den Jahren 2020–2021 richtete das Marschallamt eine regionale Arbeitsgruppe für den Fonds für den gerechten Übergang ein, die Stakeholder aus der Subregion Wałbrzych und dem Landkreis Zgorzelec zusammenbrachte.
• Der Transformationsausschuss der Subregion Turów wurde 2019 gegründet; seine Tätigkeit wurde im ersten Quartal 2025 wieder aufgenommen.
• Im Januar 2025 wurde eine Erkundungsreise in die Region durchgeführt, die Expertengespräche und Konsultationen mit Stakeholdern umfasste.
• Am 10.–11. Juni 2025 wurde eine Studienreise in die Rheinische Region in Deutschland organisiert, um gute Praktiken und Verwaltungsmodelle zu identifizieren.
Das Handbuch entstand mit finanzieller Unterstützung der EU; die darin geäußerten Ansichten stammen jedoch ausschließlich von den Autoren und spiegeln nicht die offizielle Position der EU wider (S. 2).
Modelle und Empfehlungen
Im Handbuch werden verschiedene Governance-Modelle aus anderen Regionen vorgestellt, darunter die deutsche Zukunftsagentur, die die Mehrebenensteuerung und Institutionalisierung betont, sowie das portugiesische Just Transition Observatory, das Vertreter der Jugend und der Wirtschaft einbindet. Die Empfehlungen umfassen die Stärkung von Koordinierungsmechanismen, die Entwicklung sektorübergreifender Zusammenarbeit sowie die Einrichtung einer dauerhaften, institutionalisierten Plattform zur Einbindung von Stakeholdern, die unter anderem Jugendliche und Gewerkschaften berücksichtigt (S. 11).
Herausforderungen und strategische Initiativen
Die Subregion Turów ist stark vom Braunkohlesektor abhängig; der Komplex Turów gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern. Die Polska Grupa Energetyczna (PGE) hat den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 und die Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 erklärt (S. 14). Die Region steht jedoch vor Herausforderungen: demografischer Rückgang, wirtschaftliche Abhängigkeit von der Kohle und unzureichende Einbindung der lokalen Gemeinschaften in den Transformationsprozess (S. 15).
Das Dokument betont die Notwendigkeit eines koordinierten Ansatzes zur Steuerung der sozioökonomischen Auswirkungen der Transformation und zieht Lehren aus den Erfahrungen u. a. von Wałbrzych, das negative Folgen eines schnellen und unkoordinierten Bergbaurückgangs erfahren hat (S. 14). Entscheidend ist die frühzeitige Einbindung lokaler Stakeholder in die Planung, um einen gerechten und geordneten Verlauf der Veränderungen sicherzustellen (S. 16).
Stakeholder-Mapping und Einbindung
Es wurde eine umfassende Stakeholder-Kartierung durchgeführt, bei der Schlüsselgruppen identifiziert wurden, darunter öffentliche Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften sowie unterrepräsentierte Gruppen wie Jugendliche (S. 19). In der Analyse wurden Instrumente wie das Macht‑Interessen‑Raster (Power Interest Grid) sowie die Leiter der Stakeholder-Einbindung (Stakeholder Engagement Ladder) zur Bewertung von Einfluss und Engagementstufen verwendet (S. 20). Das Dokument unterstreicht die Notwendigkeit einer strategischen Kommunikation und Zusammenarbeit mit Stakeholdern mit hohem Interesse, aber geringem Einfluss (S. 25).
Institutioneller Rahmen und Empfehlungen
Vorgeschlagen wird die Einrichtung eines formellen Beratungsgremiums „Plattform für die Transformation des Subraums Turoszów“, das vom Marschallamt geleitet wird. Die Plattform soll Vertreter verschiedener Sektoren einbeziehen und die strategische Planung, das Transformationsmanagement und die Mobilisierung von Finanzmitteln koordinieren (S. 12). Das Dokument fordert zudem die Reaktivierung des Transformationsausschusses des Subraums Turoszów, um die lokale Stakeholdereinbindung zu stärken (S. 16).
Die Analyse offenbart wesentliche Lücken in der Stakeholdereinbindung, insbesondere bei Schlüsselakteuren wie der Zentralverwaltung und PGE GIEK, deren Beteiligung entscheidend für den Erfolg der Transformation ist (S. 31). Hervorgehoben wird die Notwendigkeit einer klaren Vision sowie strategischer Zusammenarbeit auf allen Governance-Ebenen, um einen inklusiven und wirksamen Prozess sicherzustellen. Zudem wird auf das Potenzial der lokalen und regionalen Behörden sowie das ungenutzte Potenzial der Jugend und des Kultursektors zur Förderung des Wandels hingewiesen (S. 32).
Das Dokument präsentiert eine detaillierte Roadmap für die Einbindung von Stakeholdern in die Transformation der Subregion Turów und betont die Bedeutung inklusiver Planung, strategischer Partnerschaften und institutioneller Unterstützung, um eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu erreichen (S. 32).
Das folgende Dokument wurde maschinell auf der Website www.deepl.com für Sie übersetzt. Wir entschuldigen uns für eventuelle Übersetzungsfehler und bitten um Ihr Verständnis.