Im zweiten Quartal 2025 investierte die PGE-Gruppe 3,2 Mrd. PLN in den Bereich der modernen Energiewirtschaft, im Einklang mit der Strategie bis 2035. Die Investitionen umfassten unter anderem Projekte in niedrig- und emissionsfreien Energiequellen, vor dem Hintergrund des Drucks auf den Kohlesektor und des Rückgangs der Stromerzeugung aus Kohle.

Das Segment Verteilung hatte den größten Anteil an der wiederkehrenden EBITDA (d. h. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen; eine Finanzkennzahl, die die Rentabilität eines Unternehmens vor Abzug von Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen misst) und erreichte 1 305 Mio. PLN im zweiten Quartal 2025 gegenüber 1 228 Mio. PLN im Vorjahr. Die Veränderung hing vor allem mit geringeren Kosten für den Stromzukauf zur Deckung der Bilanzkreisabweichung (Ausgleichsenergie) zusammen.

Das Segment Kohleenergie erwirtschaftete eine wiederkehrende EBITDA von 102 Mio. PLN gegenüber einem Verlust von 177 Mio. PLN im zweiten Quartal 2024. Das Ergebnis wurde von niedrigeren Preisen für CO2-Emissionszertifikate sowie niedrigeren Preisen und einem geringeren Volumen des verbrauchten Kohlebedarfs beeinflusst.

Das Segment Fernwärme erzielte eine wiederkehrende EBITDA von 345 Mio. PLN gegenüber 266 Mio. PLN im Vorjahr, hauptsächlich infolge höherer Umsätze aus dem Wärmeverkauf sowie des Beitrags der Erlöse aus dem Kapazitätsmarkt.

Das Segment Erneuerbare Energien verzeichnete einen Anstieg der wiederkehrenden EBITDA auf 523 Mio. PLN gegenüber 267 Mio. PLN im Vorjahr, vor allem dank höherer Erlöse aus regulatorischen Systemdienstleistungen.

Das Segment Vertrieb erreichte eine wiederkehrende EBITDA von 481 Mio. PLN gegenüber 399 Mio. PLN im Jahr 2024, unter anderem im Zusammenhang mit Kompensationen in den Tarifen für in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 erlittene Verluste.

Das Segment Bahnstrom erwirtschaftete eine EBITDA von 306 Mio. PLN gegenüber 280 Mio. PLN im zweiten Quartal 2024; das Ergebnis war weitgehend auf das Resultat aus Verteilung und Verkauf von elektrischer Energie zurückzuführen.

Das Segment Gasenergie erzielte eine wiederkehrende EBITDA von 133 Mio. PLN gegenüber einem Verlust von 17 Mio. PLN im zweiten Quartal 2024, was mit dem Abschluss der Inbetriebnahme der Blöcke Nr. 9 und 10 des Kraftwerks PGE Gryfino Dolna Odra zusammenhing.

Die wirtschaftliche Nettoverschuldung der PGE-Gruppe belief sich zum Ende des ersten Halbjahres 2025 auf 14 650 Mio. PLN und lag damit um 2 554 Mio. PLN niedriger als zum Jahresende 2024. Das Verhältnis wirtschaftliche Nettoverschuldung zu EBITDA betrug 1,07x.

Die Investitionsausgaben beliefen sich im zweiten Quartal 2025 auf 3 198 Mio. PLN gegenüber 2 579 Mio. PLN im Vorjahr.

Der den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn ohne Wertminderungen belief sich im zweiten Quartal 2025 auf -606 Mio. PLN gegenüber einem Gewinn von 1 171 Mio. PLN im zweiten Quartal 2024.

Die Netto-Stromerzeugung belief sich im zweiten Quartal 2025 auf 11,43 TWh gegenüber 12,91 TWh im Vorjahr. Die Erzeugung aus Braunkohle betrug 6,01 TWh (Rückgang um 18 %), aus Steinkohle 2,71 TWh (Rückgang um 28 %) und aus Erdgas 1,87 TWh (Anstieg um 91 % im Jahresvergleich).

Die Gesamterzeugung aus erneuerbaren Quellen betrug im zweiten Quartal 2025 0,62 TWh. Die Erzeugung in Pumpspeicherkraftwerken belief sich auf 0,22 TWh (Rückgang um 15 % im Jahresvergleich).

Das Volumen der verteilten elektrischen Energie lag bei 9,41 TWh und damit auf einem Niveau nahe dem des zweiten Quartals 2024. Der Stromabsatz an Endkunden belief sich auf 7,73 TWh (Rückgang um 2 % im Jahresvergleich). Das Absatzvolumen von Wärme betrug 7,45 PJ (Anstieg um 16 % im Jahresvergleich). Die durchschnittlichen CO2-Emissionskosten in den Segmenten Konventionelle Energie, Fernwärme und Gasenergie betrugen 294 PLN/MWh (Rückgang um 25 % im Jahresvergleich). Der durchschnittliche realisierte Großhandelspreis für Strom dieser Segmente betrug 509 PLN/MWh (Rückgang um 12 % im Jahresvergleich).

Quelle: 1.