Das Interdisziplinäre Zentrum für Transformative Stadtentwicklung (IZS) organisierte am 1. Juli von 16:00 bis 19:00 Uhr ein Treffen mit dem Titel: „Reallabor für nachhaltige Entwicklung“.
„Gemeinsam gestalten wir die Stadt und die Region nachhaltig um. Wie funktioniert das?“, so das Team des Interdisziplinären Zentrums für Transformative Stadtentwicklung (IZS), das in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem städtischen und regionalen Entwicklungsbereich neue Lösungen entwickelt und testet. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche öffnen Reallabore ihre Türen für die Öffentlichkeit. Auch das IZS in Görlitz ermöglichte Interessierten, sich mit der wissenschaftlichen Arbeit der Institution und der Tätigkeit des Zentrums in den letzten Jahren vertraut zu machen.
Fragen zum laufenden Projekt, das zum Umzug nach Görlitz ermutigt und einen Probewohnaufenthalt ermöglicht, wurden beantwortet von: Arne Myckert, KommWohnen Service GmbH; Philipp von Haymerle, Janina Schreiber, CASUS – Center for Advanced Systems Understanding; Dr. Constanze Zöllter, Sarah Hauck und Prof. Dr. Robert Knippschild, IZS.
Interessierte konnten auch über die Ergebnisse, Herausforderungen und weiteren Pläne im Projekt TRUST – Transfer von Wissen zu urbanen Nachhaltigkeitstransformationen: Auf dem Weg zu klimaneutralen Städten 2030 – Görlitz als Pilotvorhaben- hören; in diesem Bereich gaben Auskunft: Susanne Werner, Görlitz für Familien e. V./ Familienbüro; Gesa Zenner, Amt für Stadtentwicklung; Dr. Marek Jaskólski, Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, Dr. Stefanie Rößler, Annica Kögler und Richard Marx, IZS.
Während des Diskussionspanels fand ein inspirierendes Gespräch statt, das Wissenschaft und Praxis verband. Am Panel nahmen teil:
- Lisa Bail – Hi!Lusatia e. V.
- Sacha Caron – Stadtwerke Görlitz AG
- Prof. Dr. Robert Knippschild – IZS (Moderation)
- Jana Lübeck – Wildwuchs e. V.
- Joanna Tokarczuk – Verein zur Förderung der Energieinnovation (Vertreterin der polnischen NGOs)
- Arne Myckert – KommWohnen Görlitz GmbH
- Dr. Maciej Zathey – Direktor des Instituts für Territorialentwicklung, Breslau
Es wurde darüber diskutiert, wie wir unsere Städte im Sinne einer nachhaltigen Transformation entwickeln können – räumlich, wirtschaftlich und kulturell. Ein wichtiger Punkt war auch die Frage der Grenze, die immer häufiger trennt, obwohl Städte wie Zgorzelec und Görlitz als eine gemeinsame Stadt angesehen werden sollten. Voraussetzung dafür ist die Förderung der Entwicklung auf beiden Seiten – lokal, regional und überregional.
Es ist hervorzuheben, dass die Veranstaltung einen deutlich grenzüberschreitenden Charakter hatte, die Einladungen und die meisten Materialien waren sowohl auf Deutsch als auch auf Polnisch verfügbar. Das Diskussionspanel wurde simultan übersetzt und während der Gespräche bei einem Abschiedsglas Wein hörte man einen polnisch-deutsch-englischen Mix.
Gerade so entstehen über Grenzen hinweg und trotz Grenzkontrollen dauerhafte Partnerschaften und eine freundliche Atmosphäre der Zusammenarbeit.
Herzlichen Dank an die Organisatoren für die Einladung, das Engagement und den Raum für den Erfahrungsaustausch. Solche Gespräche sind wirklich bedeutsam.
