Am Samstag, dem 3. Januar, kam es im Südwesten Berlins zu einer Unterbrechung der Stromversorgung. Ein Brand auf einer Brücke über dem Teltowkanal beschädigte die Kabel, die das Kraftwerk Lichterfelde versorgen. Die Stadtbehörden bestätigten, dass es sich um geplanten Sabotage handelte. Personen aus extremistischen Kreisen bekannten sich zu dem Angriff.

Infolge der Störung waren über 45.000 Haushalte und mehrere tausend Unternehmen ohne Strom. Die größten Ausfälle wurden im Bezirk Steglitz-Zehlendorf verzeichnet. Bis Sonntag wurde die Versorgung für etwa 7.000 Haushalte wiederhergestellt, während knapp 38.000 private Abnehmer und über 2.000 Geschäftskunden weiterhin ohne Strom waren. Geschäfte, Teile medizinischer Einrichtungen, die Straßenbeleuchtung und Ampeln fielen aus.

Nach den Erkenntnissen der Einsatzkräfte entstanden die Schäden durch die Detonation von unter der Anlage platzierten Sprengsätzen. Die Polizei ermittelt wegen einer Straftat mit politischem Hintergrund. Im September wurde ein ähnlicher Vorfall im Südosten der Stadt registriert: Damals wurden Strommasten in Brand gesetzt. Rund 50.000 Haushalte und 3.000 Unternehmen waren mehrere Tage ohne Strom. An den Masten wurden Spuren eines brennbaren Stoffes gefunden, vermutlich Benzin.

Die in den letzten Tagen niedrigen Temperaturen um den Gefrierpunkt verursachten Heizprobleme in einigen Gebäuden. Es kam zu Störungen im Mobilfunknetz, was den Verkehr und lokale Dienste beeinträchtigte.

Der Netzbetreiber kündigte an, die volle Stromversorgung bis Donnerstagnachmittag wiederherzustellen. Die Arbeiten umfassen die Verlegung neuer Kabel auf der beschädigten Brücke sowie die Bereitstellung temporärer Energiequellen für besonders betroffene Bereiche.

Die Behörden rieten den von dem Blackout betroffenen Bewohnern, vorübergehend zu Familie oder Freunden umzuziehen und Mobiltelefone sparsam zu nutzen.

Autor: MJ

Quelle: 1.